Fast könnte ich schon schreiben: Alle Jahre wieder. Dabei war ich erst zum zweiten Mal bei der Lübecker Stadtmeisterschaft im Pinball dabei. Trotzdem fühlte sich alles erstaunlich vertraut an – und das ist ein großes Kompliment.
Eigentlich hatte ich kurz darüber nachgedacht, bei der Hitze gar nicht hinzufahren. Die Temperaturen bewegten sich irgendwo zwischen „schöner Sommertag" und „Backofen mit WLAN". Also bin ich, bewaffnet mit einem Handtuch und einer gesunden Portion Optimismus, losgefahren. Wer „Per Anhalter durch die Galaxis" kennt, weiß: Ein Handtuch ist überlebenswichtig.
„Ah, du bist also wieder für die mediale Berichterstattung hier." – Frank Denker, Betreiber des BSC Lübeck
Kaum angekommen, entdeckte ich die ersten vertrauten Gesichter. Frank Denker, Betreiber des BSC und amtierender Lübecker Stadtmeister vom Vorjahr, begrüßte jeden persönlich. Martin Wiest, Mitveranstalter und ehemaliger GPO-Präsident, eröffnete das Turnier – auch wenn noch zwei Teilnehmer fehlten.
Meine erste Runde führte mich direkt an die Road Show – einen Flipper mit großem Plastikkopf auf dem Spielfeld, mein persönlicher Albtraum. Ich stellte fest: Ich war in bester Gesellschaft. Mehrere Mitspieler teilten meine Abneigung gegen „Flipper mit Gesichtern".
In Runde zwei wartete No Fear auf mich – ein Gerät, das ich bis zu diesem Tag nicht einmal kannte. Doch ein kleiner Beobachtungstrick half: Wer nicht als Erster spielt, schaut einfach zu und lernt. So holte ich mir Platz eins – das war mir im vergangenen Jahr nicht ein einziges Mal gelungen.
Platz eins! Das Gefühl, an einem komplett unbekannten Gerät ganz oben zu landen, ist kaum zu beschreiben.
Nach Tales of the Arabian Nights kam die dramatische Schlussrunde: Williams Flash von 1979. Ein Gerät, dessen Regeln ich vollständig vergessen hatte. Trotzdem reichte es für Platz zwei – und damit zum Stechen um den letzten Finalplatz gegen Elisabeth, elf Jahre alt.
Mit 76.000 zu 26.000 Punkten gewann sie haushoch und völlig verdient am Stars-Flipper von 1978 – und holte am Ende sogar Platz drei im Finale. Herzlichen Glückwunsch, das war absolut verdient!
Mein großer Dank geht an Martin und Frank für die hervorragende Organisation. Es hat wieder unglaublich viel Spaß gemacht. Vielleicht bin ich nächstes Jahr ja sogar im Finale – man wird doch wohl noch träumen dürfen.
